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 Sicherheitsvorkehrungen

 

A. VORKEHRUNGEN

1. Mach vor der Abreise eine Kopie Deines Reisepasses – gefragt ist die Lichtbildseite und alle Seiten, auf denen die benötigten Visa aufscheinen. Diese Kopie führst Du später mit dir, während Du Deinen Reisepass mit den anderen Dokumenten im Hotelsafe oder an anderen sicheren Plätzen verstauen kannst. Weiters solltest Du ein Mail an Dich selbst schicken, in dem Du einen Scan Deines Reisepasses, Dein Flugticket, die Konditionen Deiner Reiseversicherung und evtl. Deinen Impfpass attachst. In den Textbody notierst Du wichtige Nummern, etwa die Deiner Kreditkarte, Bankomatkarte, Flugticket-Code, Kontakt Deines Reisebüros für allfällige Umbuchungen, Polizzennummer der Versicherung und diverse Telefonnummern, die Du wissen solltest, falls Du eines dieser Dokumente verlierst.

2. Informiere Deine Familie oder Freunde über Deine Reiseroute, bzw. wann Du wo zu sein planst. Hinterlasse ihnen eine Kopie von Adressen, Telefonnummern usw., die Du im Zielland hast – oder noch besser, maile sie an Dich selbst, dann kannst Du sie auch nicht verlieren – und schicke Familie bzw. Freunden eine CC.

3. Stell Dich darauf ein, während der Reise nicht zu protzen. Verzichte auf die Mitnahme von teurem Accessoires, wie z.B. teure Kameras, soweit das möglich ist. Bedenke schon beim Packen, dass Du heikle Dinge gut verteilst. Dokumente und Geld führst Du schon bei Abreise am Körper (in einem Brustbeutel, Geldgürtel, in der Geldbörse). Achte darauf, Deine Geheimverstecke möglichst nie in der Öffentlichkeit auspacken zu müssen; das Kleingeld für das alltägliche Auskommen, eine Kopie Deines Ausweises solltest Du griffbereit haben.

4. Trage die Kontaktnummer Deiner Unterkunft mit Dir und finde heraus, wo die örtliche österreichische
Vertretung zu finden ist.

 

B. SICHERHEITSINFOS

Um Dich über die Sicherheitslage in Deinem Zielland zu informieren, kannst Du die Page Deines Außenministeriums verwenden. – Österreich: www.bmeia.gv.at – Deutschland: www.auswaertiges-amt.de – Schweiz: www.eda.admin.ch

1. Reisewarnungen
Wenn in Deinem Zielland aus politischen Gründen ein akutes Konfliktrisiko besteht, geben die Außenministerien Reisewarnungen aus. Das sind ernstzunehmende Vorsichtsmaßnahmen, wenn gewalttätige Auseinandersetzungen berichtet oder erwartet werden. Solltest Du Deine Reise nicht verschieben können, empfiehlt es sich im Fall einer Reisevorbereitung unbedingt, nochmals genauere Erkundigungen über die Lage in Deiner genauen Destination einzuholen. Vor oder bald nach Deiner Ankunft solltest Du mit einer Vertretungsbehörde Deines Landes oder eines EU-Partnerlandes Kontakt aufnehmen.
Es ist nicht klar geregelt, ob und inwieweit Reisebüros und Fluggesellschaften Dir Deine Kosten refundieren müssen, wenn nach der Buchung eine Reisewarnung ausgegeben wird. Viele tun es aus Kulanz. Aber wenn Du es für möglich hältst, dass für Deine Destination Gründe für eine Reisewarnung auftreten könnten, dann erkundige Dich danach, bevor Du Deine Reise buchst.

2. Allgemeine Sicherheitshinweise
Unabhängig von den Reisewarnungen, findest Du auf den Länderbeschreibungen der Außenministerien auch Informationen darüber, wo hohe Kriminalitüt herrscht, meistens verbunden mit groben Verhaltenstipps.

 

C. VERHALTENSTIPPS

Wir besprechen den Umgang mit drei Arten von Sicherheitsrisiken:

Kriminalität – Unfälle – Unwetter

Vorweg: bitte keine Paranoia! Dass wir hier verschiedene Fälle besprechen, bedeutet nicht, dass Du Dich überall unsicher fühlen musst! Erkundige Dich einfach vor Ort nach der Sicherheitslage. Die Tipps sind nützlich, wenn Du individuell unterwegs bist und durch viele unbekannte Gegenden kommst.

 

Kriminalität

1. Betrug
Betrug ist wahrscheinlich die häufigste Form von Kriminalität gegenüber Reisenden. In den meisten Fällen geht es darum, „wohlhabenden TouristInnen“ mehr zu verrechnen, als gebührt, oder sich beim Rausgeld zu verzählen, oder aus Eigeninteresse falsche Auskünfte zu geben. Hievor ist niemand gefeit, und wo immer diese Untugend blüht, wird man anfangs nicht umhin können, Lehrgeld zu zahlen. Es ist aber ratsam, vertrauenswürdige Einheimische zu finden, von denen man Tipps bekommen kann, und die Preise genau zu beobachten. Bitte auf sensationelle Schnäppchen prinzipiell zu verzichten – auch, wenn es sich um augenscheinlich gute Ware oder einen Währungstausch zu besonders gutem Kurs handelt. Es sind hier oft Hehler und Fälscher am Werk, oder auch Trickdiebe, die Dir das eben erstandene Gut umgehend wieder abnehmen. Außerdem sind solche Deals schlichtweg illegal: Billig ist oft teuer! Wie auch immer: bist Du erst einmal betrogen worden, ist es meistens in der Fremde wenig aussichtsreich, Dein Geld zurückzubekommen. Die Täter sind schwer auszuforschen, und noch schwieriger ist es, ihnen etwas nachzuweisen, damit die Behörden einschreiten können – sofern Du Dich mit ihnen verständigen kannst.

2. Diebstahl
Diebstahl ist wahrscheinlich die häufigste Form von Kriminalität gegenüber Reisenden. Hier gilt ein alter Spruch: „Gelegenheit macht Diebe!“ Dazu gehört natürlich, wenn Du Deine Habe unbeaufsichtigt lässt oder wenn Du Dich von einem freundlichen Typen ablenken lässt, damit sein Compagnon sich hinter Deinem Rücken bedient.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Du an Bahnhöfen, Busstationen, bzw. in dort befindlichen Cafes usw. mit dem großen Gepäck unterwegs bist, weil man das in der Reisehektik oder auch aus Müdigkeit gern etwas aus den Augen lässt; und schon ist es weg. Lass Dir also etwas einfallen, Dein Gepäck in Körperkontakt zu halten.

Normalerweise eine gute Investition sind Hotel-Safes, wo Du die wichtigsten Dokumente deponieren kannst. Offen im Zimmer herumliegen sollten Deine Sachen aber nicht.
Wenn Du Deine Sachen im Hotel verstaut hast und spazierengehst, bist Du vor Diebstahl auch nicht gefeit. Tückisch sind Taschendiebe, die vor allem dort zu finden sind, wo sich viele Touristen tummeln oder wo viel Geld im Spiel ist: auf Märkten, im Nachtleben, aber auch in Kirchen und Bussen.

Es ist Lernsache, alle Dinge im Blick zu behalten – oder noch besser, sie vor fremden Blicken zu schützen! Wenn Du wo zahlst, muss nicht jeder sehen, wieviele Scheine Du in der Börse hast. Besonders für kleine Beträge empfiehlt sich eine spezielle Hosentasche für Kleingeld – wobei Du vermeidest, so viele Münzen eingesteckt zu haben, dass Du bei jedem Schritt schepperst. Es ist überhaupt auch eine Frage des Auftretens, ob Du Diebstahls-KandidatIn bist oder nicht. Wenn Du zeigst, dass es bei Dir etwas zu holen gibt, machst Du auf Dich aufmerksam.

Man kann Diebstahl nicht 100%ig vermeiden, aber Risiko und Schaden doch minimieren, wenn man bescheiden auftritt und das wenige Wertvolle, auf das nicht verzichtet werden kann, am Körper trägt. „Am Körper“ heißt, entweder in einem Brustbeutel oder in einem Geldgürtel. Es empfiehlt sich auch, die Dinge an verschiedenen Stellen zu verteilen.
Zu prüfen ist, wie sinnvoll die Aufnahme einer Reisediebstahl-Versicherung ist. Bitte vorher genau durchrechnen, wie hoch der Selbstbehalt ist und wie die Formalitäten angelegt sind, um zu einer Ersatzleistung zu kommen.

3. Raub
Prinzipiell: zu Fuß nur auf Straßen unterwegs sein, die frequentiert sind, und in Gegenden, die ihr kennt. NIE am Strand schlafen! Passt auf eure Schlüssel auf, und sperrt beim Heimkommen eure Tür nicht auf, wenn andere (unbekannte) Leute herumstehen.

Eine immer wieder recht gebräuchliche Form von Raub ist, vom vorbeifahrenden Motorrad aus Deine Handtasche wegzuzerren. Dabei wird das Überraschungsmoment genützt. Du kannst sie in der Schnelligkeit nicht festhalten. Deshalb solltest Du nur entbehrliche Dinge in Hängetaschen verstauen.

Schockierender, wenn auch die Ausnahme, ist die überfallsartige Bedrohung mit einer Waffe; in diesem Fall wird empfohlen, keinen Widerstand zu leisten. Diese Art Gewalt-Raub ist jedoch vermeidbar: sie ist auch für den Räuber mit einem hohen Risiko verbunden und eignet sich für ihn nur dann, wenn er sehr schnell und unbeobachtet zuschlagen kann. Räuber sind grundsätzlich nicht daran interessiert, Dich zu verletzen; zynisch gesprochen, würde das auch zu lange dauern. Sondern sie wollen Dir einen solchen Schrecken einjagen, dass Du alles bereitwillig hergibst. Und weil eben auch der Räuber unter Stress steht, solltest Du es auf keine Kurzschlussreaktion ankommen lassen und Dich von der verlangten Habe trennen.

Um Raubüberfälle zu vermeiden, solltest Du Dich bei Einheimischen erkundigen, welche Gegenden sicher sind und zu welcher Zeit man (allein) unterwegs sein kann.

Raub im Auto:
bitte auf keinen Fall Autostoppen! (solltet ihr auch daheim vermeiden). Auch Taxis sind nicht überall auf der Welt sicher; vor allem dann nicht einsteigen, wenn außer dem Fahrer schon jemand anderer drin sitzt! Immer ausprobieren, ob ihr von innen die Autotür öffnen könnt. Sichere Taxis kommen, wenn Du ein Funktaxi anrufst: diese sind registriert.

Einbruch:
Eine weitere Form von Raub ist Einbruch; das könnte passieren, wenn Du etwa eine Pension oder einen Bungalow angemietet hast. Das ist kein reisespezifisches Risiko, aber Du könntest Deine Reise zum Anlass nehmen, Dich bei einschlägigen Stellen zu erkundigen, wie man sich bei Einbrüchen verhält (prinzipiell so wie bei Gewaltraub). Man trainiert sich am besten für haarige Situationen, wenn man sie sich oft genug vorstellt.

4. Korruption

Eher selten kommen TouristInnen in die Situation von Beamten abhängig zu werden, die bestochen werden wollen. Willkürliche Übergriffe von Behörden auf Touristen sind zum Glück sehr seltene Einzelfälle. Aber es kann Kontrollen geben, etwa eine Ausweiskontrolle durch die ärtliche Polizei: trag immer eine Kopie des Reisepasses (Lichtbild- und Visumseite!) und ggf. des Führerscheins mit dir. Ansonsten kann es passieren, dass man Dich so lange aufhält, bis Du etwas springen lässt (was Du ja dann freiwillig getan hast, es hat Dich niemand dazu aufgefordert). Versuche, derartige Zuwendungen so lange als möglich zu verweigern; mal sehen, wer mehr Zeit hat. Du kannst ruhig selbstbewusst auftreten, weil Dein Gegenüber sich der Unrechtmäßigkeit der eigenen Forderung ja durchaus bewusst ist. Das funktioniert allerdings nicht, wenn man Dir tatsächlich eine Strafe anhängen kann. Die musst Du konsequenterweise zahlen, und sie kann mehr ausmachen als das geforderte Bestechungsgeld. (So funktioniert das System). Man muss aber auch festhalten, dass selbst in Ländern mit hoher Korruption sehr anständige und korrekte Beamte die Mehrheit bilden.

5. Gewaltdelikte

Vergewaltigungen:
sind Vergehen von Psychopathen, bei denen es nicht um „sexuelle Notdurft“, sondern um Erniedrigung geht. Reisende sind selten Opfer, aber leider besteht in allen Ländern der Welt ein Risiko für Frauen. Es sind die Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, die Du daheim auch treffen würdest; zu empfehlen ist die Mitnahme von Quietschern und Pfeffersprays. Jedenfalls anzuraten ist, dass Du nur in Gruppen unterwegs bist.

Kidnapping/Entführungen:
werden Üblicherweise unternommen, um Lösegeld zu erpressen. Entführungen benötigen einen organisatorischen Hintergrund und konzentrieren sich auf bestimmte Gegenden; es ist wichtig, dass Du Dir darüber Kenntnis verschaffst, ob es in einer Gegend Kidnapping gibt, wenn Du auf Reisen bist – und solche Gegenden meidest.

6. Drogen
In allen Ländern der Welt ist der Besitz und Konsum von Drogen verboten (wobei die Drogenlisten national variieren). In einigen Ländern ist der Drogenbesitz sogar mit der Todesstrafe bedroht. Touristinnen werden von der Polizei nicht gnädiger behandelt als Einheimische!

7. Prostitution
Illegale Prostitution ist oft von legaler schwer zu unterscheiden und kann Dich in Teufels Küche bringen. Mach Dich schlau, ob Prostitution als solche legal ist, und ob es legal ist davon Gebrauch zu machen. Auch wenn Prostitution legal ist, ist sie eine extreme Erniedrigung für die Frauen, die ihr mangels anderer Erwerbsmöglichkeiten nachgehen! Wenn Du Dich auf Prostitution einlässt, versieh Dich mit den üblichen Schutzmitteln und bedenke vor allem, dass im Umfeld von Straßenprostitution oft auch Kriminalität verschiedener Art vorzufinden ist.

8. Mitgabe von Fluggepäck
Lass Dir von niemandem aufschwatzen, für „gute Freunde“, die zufällig in Deiner Nähe wohnen, bei Deinem Heimflug Geschenke mitzunehmen. Schon gar nicht, ohne sie anzuschauen. Es kann sich um illegale Waren, oder sogar um Sprengstoffe handeln. Jeder kann Geschenke auch mit der Post verschicken, was für den Schenkenden sogar weniger Risiko darstellt. Aber DU bist rechtlich wie moralisch alleinverantwortlich für Dein Fluggepäck!

9. Belästigung
Fremde, besonders Frauen, werden immer wieder mit provokanten Äußerungen, Pfiffen etc von mitlaufenden Passanten belästigt. Verhaltensregel: ignorieren, nicht reagieren. Reaktionen provozieren oder motivieren zum Weitertun.

Unfall

Es wird viel über Krankheiten und Kriminalität gesprochen, aber die größten Risiken birgt die Unfallgefahr. Sie lauert hinter verschiedenen Zusammenhängen:

1. Der Straßenverkehr: vermeide es, selbst am Steuer zu sitzen (oder mit schlechten Autofahrern mitzufahren), wenn die Straßenverhältnisse schwierig sind und andere Verkehrsregeln gelten. Und Alkohol am Steuer ist im entspannten Süden, wo Du den Verkehr nicht so richtig kennst, noch gefährlicher als bei uns!

2. Extremsportarten generell: keinesfalls ohne professionelle Trainer!

3. Trekking: Bitte bewege Dich prinzipiell nur in einer Gruppe mit erfahrenen Führern. Stürze, Höhenkrankheit, Koller usw. sind gern unterschätzte Risiken.

4. Baden: Vorsicht vor Strömungen, die Dich in die offene See hinaustreiben – bei betreuten Stränden sind hier unbedingt die Warnungen zu beachten, andernfalls sind einheimische Tipps einzuholen. Wenn Du gern weit hinausschwimmst, solltest Du Dich vorher informieren, ob es Haie gibt. Weiters folge dem gesunden Menschenverstand bei Sprüngen ins Wasser, beim Tauchen usw. Aber auch der Strand ist nicht ohne – Achtung vor Sonnenstich und Ganzkörper-Sonnenbrand!

Wetterwarnungen

Vor meteorologischen Katastrophen warnt die von der UNO unterstützte Seite www.meteoalarm.eu.
Tsunamis werden angekündigt auf www.tsunami-alarm-system.com; man kann auch Handy-Alarme bestellen.